Über lange Zeit existierte ein fast parareligiöser Schulenstreit zwischen Vertretern der Kognitiven Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse. Heute haben sich die beiden wichtigsten Verfahren angenähert, man hat jeweils die Vorteile des anderen erkannt. Weitere Psychotherapieverfahren wurden entwickelt. Besonders vielversprechend ist die Schematherapie. Das in USA entwickelte Verfahren erfreut sich nun auch in Deutschland steigender Beliebtheit. Kein Wunder, denn es handelt sich um einen eingängigen Therapieansatz, der alle Vorteile aus bewährten Methoden und Techniken in ein effektives, strukturiertes Gesamtkonzept integriert. 

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Frau Dr. Lang-Rollin, Sie sind leitende Oberärztin und haben zuvor drei Jahre lang die Traumastation der Psychosomatischen Klinik Windach am Ammersee geleitet. Sie sind Spezialistin für Traumatherapie. Können Sie zunächst einmal beschreiben, was genau eine Posttraumatische Belastungsstörung ist?

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Dragan leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er hat die Belagerung von Sarajevo überlebt. Doch siebzehn Jahre lang erinnert er sich nicht einmal mehr daran, dass er überhaupt dort war. Bis sich Zwänge in sein Leben einschleichen und er nach einem Suizidversuch eine Therapie beginnt. Da kommt der ganze Horror dann flashbackartig wieder ans Tageslicht.

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Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht.
Attitude [‚ati,t(y)ood] bedeutet Haltung, Einstellung oder Gesinnung. Wir haben das Glück, in der Bundesrepublik Deutschland in einem Land zu Leben, in dem die Presse- und Meinungsfreiheit durch den Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert ist. Das ist ein Privileg. Wir müssen nicht weit reisen, um uns in Ländern wiederzufinden, in denen das mitnichten der Fall ist. Journalisten werden verhaftet, Webseiten geschlossen, Zeitungen kontrolliert oder der offene Zugang zum Internet gesperrt. Die Türkei beispielsweise „gehört zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit. Nach dem Putschversuch im Juli 2016 wurden weit über 100 Journalisten verhaftet, rund 150 Medien geschlossen und mehr als 700 Presseausweise annulliert.“ (Quelle: Reporter ohne Grenzen). Von diesem Recht will Attitude Gebrauch machen. Allerdings geht es uns mehr darum, Wissen und Informationen zu vermitteln, die eine fundierte Meinungsbildung überhaupt erst ermöglichen. Es gibt keine „alternativen Fakten“. Es gibt nur Fakten. Themen, die uns besonders am Herzen liegen sind Psychologie, psychische Gesundheit, Feminismus, die Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität, Tierschutz und Umweltschutz. Wir stellen konservative Werte und Modelle infrage, ohne sie pauschal vorzuverurteilen.

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Der Internationale Frauentag ist der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden. Er wird auch als Weltfrauentag bezeichnet und weltweit am 8. März begangen. Der Tag erinnert daran, dass Frauen noch immer diskriminiert und unterdrückt werden, dass sie in vielen Lebensbereichen den Männern noch immer nicht gleichgestellt sind, im Schnitt weniger verdienen als sie, in Spitzenpositionen von Politik und Wirtschaft unterrepräsentiert sind, Gewalt und Sexismus ausgesetzt sind.

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1948 kämpft die junge Mutter Margarethe in Oldenburg um ihre Kriegswitwenrente. Dafür benötigt sie Papiere über die Dienstzeit ihres Mannes im Gesundheitsamt. Doch die junge Frau stößt überall auf verschlossene Türen. Als sie randaliert, wird sie in eine Heil-und Pflegeanstalt eingewiesen. – Das Nachkriegsdrama (2017) beruht auf wahren Tatsachen. In der Hauptrolle: Nadja Uhl.

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Wir fordern die Freiheit für Frau Rackete, Kapitänin der Sea Watch 3, die letzte Nacht nach einer tagelangen Odyssee 40 Flüchtlinge in sichere Gefilde nach Italien (Lampedusa) gebracht hat. Diese wurden vor dem Ertrinken auf dem offenen Mittelmeer gerettet und konnten ewig nicht in Sicherheit gebracht werden, da sich mit Italien ein Mitglied der EU offen gegen Menschenrechte gestellt hat und das Einlaufen in den Hafen unter Strafe gestellt hat.

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Die Festnahme der deutschen „Sea-Watch“-Kapitänin Carola Rackete durch italienische Behörden hat in Deutschland vielfach Empörung ausgelöst. Die 31-Jährige war am Samstagmorgen in Lampedusa festgenommen worden, unmittelbar nachdem sie das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ mit 40 Flüchtlingen in den Hafen der italienischen Insel gesteuert hatte. Sie hatte dazu keine Genehmigung erhalten und wäre beinahe mit einem Schiff der italienischen Finanzpolizei kollidiert. Die Flüchtlinge gingen an Land. Rackete ist inzwischen wieder frei, Italiens Innenminister Salvini greift nun die Richterin scharf an.Das moralische Dilemma der Seenotrettung analysiert Ludwig Greven im Cicero.

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