Die Aufarbeitung der Jugoslawienkriege begann mit der Einrichtung des „International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia“ durch Resolution 827 des UNO-Sicherheitsrats vom 25. Mai 1993, das für die Verfolgung schwerer Verbrechen, die seit 1991 in den Jugoslawienkriegen begangen wurden, zuständig war. Auch Film und Fernsehen haben sich seit 1995 den unterschiedlichen Aspekten dieses Konflikts gewidmet. Bis heute ist eine Vielzahl an Dokumentarfilmen und Spielfilmen aus lokaler sowie internationaler Produktion entstanden. Attitude hat die zehn besten Filme ausgewählt. In diesem Beitrag: Die Besten Dokumentarfilme.

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Die arte-Sendereihe „Metropolen des Balkans“ zeigt in einer wunderbaren Weise den kulturellen und gesellschaftlichen Reichtum der Hauptstädte der Balkanländer. Besonders in den von den Jugolawienkriegen betroffenen Städten Sarajevo, Belgrad und Ljubljana wird die Geschichte, Kultur und das Leben im heute gezeigt, und die unglaublichen Reichtümer der Mikrokosmen spürbar und erlebbar macht. Schade zwar dass Zaghreb, Pristina und Skopje fehlen, aber dennoch unbedingt sehenswert!

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Der ehemalige Präsident der bosnischen Serben Radovan Karadzic wurde am 20. März 2019 in Den Haag vor dem Un-Kriegsverbrechertribunal in letzter Instanz zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht befand ihn schuldig wegen Völkermorde, Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Balkankrieges in den Neunzigerjahren, schuldig wegen Mordes, Verfolgung und Zwangsvertreibung bosnischer Muslime. Zudem trage er  die Verantwortung für die 44 Monate andauernden Belagerung der bosnischen Stadt Sarajevo sowie den Völkermord von Srebrenica, das schlimmste Massaker auf europäischem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Frau Dr. Lang-Rollin, Sie sind leitende Oberärztin und haben zuvor drei Jahre lang die Traumastation der Psychosomatischen Klinik Windach am Ammersee geleitet. Sie sind Spezialistin für Traumatherapie. Können Sie zunächst einmal beschreiben, was genau eine Posttraumatische Belastungsstörung ist?

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Stockholm, Karolinska Krankenhaus, 27. März 1993: S., eine junge Lehrerin aus Bosnien, Muslimin und Asylantin in Schweden, hat gerade ein Kind zur Welt gebracht. Aber im Gegensatz zu den anderen Babies auf der Station hat dieses Neugeborene weder Sicherheit noch Heimat. Es hat keinen Namen und statt eines Vaters sehr viele: die gesichtslose Masse der Soldaten, die S. in einem serbischen Frauenkonzentrationslager immer und immer wieder vergewaltigt haben.

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Seit dem Ende Jugoslawiens 1991 beschäftigt der zerfallende Staat den Westen und besonders Europa: Krieg in Slowenien, Krieg in Kroatien, Krieg in Bosnien, der Krieg der Nato gegen Serbien wegen Kosovo … und immer wieder: Flüchtlinge. Rüdiger Rossig, Redakteur der Berliner tageszeitung und der englischsprachigen Monatszeitung The German Times, lebte in den 90er Jahren als Mitarbeiter von UN und OSZE in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Der studierte Balkan-Historiker analysiert die Hintergründe des Konfliktes, erzählt aber vor allem von den vielfältigen sub- und jugendkulturellen Blüten im einstigen Jugoslawien.

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Dragan leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er hat die Belagerung von Sarajevo überlebt. Doch siebzehn Jahre lang erinnert er sich nicht einmal mehr daran, dass er überhaupt dort war. Bis sich Zwänge in sein Leben einschleichen und er nach einem Suizidversuch eine Therapie beginnt. Da kommt der ganze Horror dann flashbackartig wieder ans Tageslicht.

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Unter der Kategorie „Serie Balkan“ wird es in größeren Abständen interessante Artikel mit Themenbezug zu den die Jugoslawienkriegen und ihren psychische Folgen geben. Der erste Artikel „Vergangen und Vergessen? – Die Jugoslawienkriege und ihre psychischen Folgen“ entstand für das Journal zur Münchner Woche für Seelische Gesundheit und ist vorab schon hier im Blog online.

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