„Metropolen des Balkans“ – Sendereihe auf arte

Die arte-Sendereihe „Metropolen des Balkans“ zeigt in einer wunderbaren Weise den kulturellen und gesellschaftlichen Reichtum der Hauptstädte der Balkanländer. Besonders in den von den Jugolawienkriegen betroffenen Städten Sarajevo, Belgrad und Ljubljana wird die Geschichte, Kultur und das Leben im heute gezeigt, und die unglaublichen Reichtümer der Mikrokosmen spürbar und erlebbar macht. Schade zwar dass Zaghreb, Pristina und Skopje fehlen, aber dennoch unbedingt sehenswert!

„Metropolen des Balkans“ – in der arte- Mediathek

Reichtum durch Vielfalt. Das macht den Balkan und seine aufstrebenden Metropolen aus. Unternehmen Sie einen Stadtbummel mit einer Fotografin durch Sarajevo oder durch Ljubljana, der grünen Hauptstadt Europas. Erkunden Sie Bukarest mit dem Skateboard oder Sofia mit der Straßenbahn!


Sarajevo

25 Jahre nach dem Bosnienkrieg hat sich Sarajevo von den Kriegswirren erholt und ist wieder eine kosmopolitische europäische Großstadt mit einem einzigartigen orientalischen Flair.

Sarajevo

Sarajevo ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt von Bosnien und Herzegowina. Sie gilt als Schnittstelle zwischen dem islamisch geprägten Orient und dem christlichen Abendland. In keiner anderen europäischen Stadt haben unterschiedliche Religionen und Kulturen so lange und meist friedlich neben- und miteinander existiert. Moscheen, Synagogen und Kirchen gehören gleichermaßen zur Identität der Balkanmetropole. Multikulturalität ist hier kein Modewort, sondern historisch gewachsene Realität. Daran hat selbst die serbische Belagerung der Stadt in den 1990ern Jahren kaum etwas geändert. 25 Jahre nach dem Bosnienkrieg hat sich Sarajevo von den Kriegswirren erholt und ist wieder eine kosmopolitische europäische Großstadt mit einem einzigartigen orientalischen Flair.

Auch wenn die Stadtbevölkerung inzwischen zu fast 80 Prozent muslimisch ist, sind hier junge Frauen in knappen Miniröcken genauso anzutreffen wie ihre in schwarze Burkas gekleideten Altersgenossinnen. Es ist diese Mischung, die Sarajevo so einmalig macht. Europäisch, orientalisch, muslimisch, christlich, jüdisch, subkulturell, weltoffen, chaotisch und unglaublich herzlich – Sarajevo ist all das zusammen. So wundert es keinen, dass in Sarajevo Arman Galicic in 800 Meter Höhe Wein anbaut, dass in der Gaststube von Mersiha Hadzibajric schon europäische Könige bosnische Spezialitäten probiert haben und Designerin Emina Hodzic, die selbst ein Kopftuch trägt, reizvolle Abendroben für echte Prinzessinnen und moderne Geschäftsfrauen entwirft.


Belgrad

Junge Menschen aus aller Welt zieht es seit einigen Jahren in die Balkanmetropole Belgrad. Das Stadtbild bietet eine bizarre Mischung aus bröckelnden klassizistischen Fassaden, Moderne und „Brutalismus“.

Belgrad

Serbien und seine Hauptstadt Belgrad haben bei vielen Europäern noch immer nicht den besten Ruf. Zu nah ist die Erinnerung an die Balkankriege, zu nationalistisch die Töne der Regierenden bis heute. Doch die Stadt an der Mündung der Save in die Donau ist aus ihrer jahrzehntelangen Lethargie erwacht und befreit sich gerade immer mehr von ihrem Stigma. Junge Menschen aus aller Welt zieht es seit einigen Jahren in die Balkanmetropole, viele bleiben sogar. Das Stadtbild bietet rein äußerlich eine bizarre Mischung aus bröckelnden klassizistischen Fassaden, Glanzstücken der Moderne und eindrucksvollen Beispielen des Brutalismus – einem Architekturstil aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben prunkvollen Gebäuden und repräsentativen Objekten birgt Belgrad romantische Viertel mit halb verfallenen Häusern und an vielen Ecken Zeichen urbaner Subkultur. Eine Stadt voller Kontraste: auf den ersten Blick grau und eintönig, doch im Inneren bebt es.

Das kreative Zentrum der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt liegt am rechten Ufer der Save im ehemaligen Industrie- und Arbeiterviertel Savamala. Die Kreativen haben vor einigen Jahren dieses verfallene und von der Stadtverwaltung aufgegebene Viertel eingenommen, Clubs und Bars zogen in die verlassenen Lagerhallen und Savamala trug Belgrads Ruf als Partymetropole in die Welt. Eine Entdeckungstour mit Aleksandar Djordjevic führt zu den besten Graffitis im Szeneviertel, Dusan Cavic und Dusan Saponja zeigen die verborgene Schönheit der Brutalismusarchitektur und Ivana Orlovic und Janez Kranjc dokumentieren die Unterwasserwelt des Save-Sees.


Ljubljana

Ljubljana ist mit seinen 280.000 Einwohnern eine der kleineren Hauptstädte Europas. Seit 2016 trägt sie den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“. Damit wurde sie von der EU für ihr herausragendes Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet.

Ljubljana

„Klein-Venedig“ wird die slowenische Hauptstadt auch gerne genannt, denn viele Brücken schwingen sich elegant über den Fluss Ljubljanica und Bauwerke im Jugendstil und italienischem Barock prägen das Stadtzentrum. Doch für städtebauliche Highlights hat vor allem der slowenische Architekt Joze Plecnik gesorgt. Er baute die Stadt um, entwarf Brücken und Gebäude, bei denen er antike und moderne Formelemente auf eine eigene Weise kombinierte. Plecniks Architektur in Ljubljana gilt als ein weltweit bedeutendes ganzheitliches Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. Ljubljana ist mit seinen 280.000 Einwohnern eine der kleineren Hauptstädte Europas. Seit 2016 trägt sie den Titel die „Grüne Hauptstadt Europas“. Damit wurde sie von der EU für ihr herausragendes Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Dazu gehören die vollkommen autofreie Altstadt sowie ein einmaliges menschen- und umweltfreundliches Konzept der kostenlosen Stadtbeförderung. Ljubljana wirkt nach außen ruhig und gelassen, die Stimmung ist entspannt. Doch hinter den Kulissen herrscht energiegeladene Aufbruchsstimmung, spürt man Innovation und kreative Ideen.

Es ist eine grüne und lebendige Metropole, in der sich Alt und Neu wunderbar ergänzen: Der Stadtbauer Andrej Persin bringt jeden Morgen mit einem Handkarren sein Gemüse auf den Zentralmarkt, während der Kavalierfahrer Zoran Stojinovic in einem Elektrocaddy seine Runden durch die Altstadt dreht und Spela Zupanc mit Stand-up-Paddling auf der Ljubljanica die Stadt erkundet.


Auch in der Reihe:

Bukarest

Bukarest

Sofia

Sofia


Regie : Caroline Haertel Mirjana Momirovic

Land : Deutschland

Jahr : 2018

Herkunft : ZDF

Dauer: 44 Min. pro Sendung

abrufbar bis zum 03.04.2019

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