Zum Weltfrauentag: Frauen im Iran und in Ägypten

Alles Gute zum Weltfrauentag!

Zum heutigen Weltfrauentag wollen wir euch Frauen vorstellen, die sich mutig gegen ihre frauenfeindlichen restriktiven Regime in Ägypten und im Iran erheben.

Vida Movahed und Masih Alinejad: Iranerinnen

„Vida Movahed in Teheran war die erste, die es am 27. Dezember gewagt hat, ihren Schleier an einen Stock zu binden und kämpferisch zu schwenken. Sie wurde prompt verhaftet, doch nach einigen Tagen wieder freigelassen. Seither vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neues Video in den Sozialen Medien den Protest der Iranerinnen in die Welt hinausträgt. Was die Mehrheit der Iranerinnen im Jahr 2018 eint: Nach 39 Jahren Scharia-Diktatur reicht es ihnen! Mit dem Schleierzwang im Iran, der nicht nur in ihren Augen das Symbol für die Entrechtung der Frauen ist. Weltweit rufen darum jetzt die freieren Iranerinnen im Exil zum 8. März zur Solidarität mit ihren Schwestern auf. Allen voran die in New York lebende Exil-Iranerin Masih Alinejad, Initiatorin der Online-Kampagne „My Stealthy Freedom“ gegen den Schleier-Zwang, dem sich seit 2014 Tausende Iranerinnen angeschlossen haben, im Inland wie Ausland. „Ihr könnt uns unterstützen, indem ihr auf euren Frauendemos einen weißen Schal an einem Stock schwenkt“, so steht es in ihrem Aufruf zum 8. März.“ (aus der Emma)

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Vida Movahed in Teheran bei ihrem Protest gegen die Zwangsverschleierung
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Masih Alinejad, Exil-Iranerin und Initiatorin von #My Stealthy Freedom

Link zum ganzen Artikel mit Video:

Iranerinnen: Solidarität zum 8.März aus der Emma

My Stealthy Freedom: The right for individual Iranian women to choose whether they want hijab.

Nora Amin, Performancekünstlerin und Theaterregisseurin, Ägypterin

Amnesty International veröffentlichen zum Weltfrauentag auf ihrer Homepage ein Interview mit Nora Amin über ihr Buch „Weiblichkeit im Aufbruch“. Sie ist aus Ägypten, dem Land, dessen Hauptstadt Kairo als gefährlichste Stadt der Welt für Frauen gilt und in der sexuelle Belästigung von Frauen an der Tagesordnung ist.

Gegenüber Amntesty International berichtet sie:

„Für die meisten Frauen in Ägypten endet die Kindheit mit sexueller Belästigung. Der übergriffige Blick zeigt dir, dass du anders bist. Und gleichzeitig drückt er dir den Stempel der Scham auf. So tritt die gesellschaftliche Definition von Weiblichkeit offen zutage: Unsere Körper haben etwas, das Männer dazu einlädt, uns weh zu tun. Weibliche Identität besteht demnach darin, dass dir Schmerz und Leid zugefügt wird, was dazu führt, dass du früh das Kämpfen, Widersetzen und Beschützen lernst. […] Opfer sind die Frauen dieses Landes sicherlich nicht. Im Gegenteil: Sie sind wahre Heldinnen, weil sie diese ganze Gewalt überleben. Hinzu kommt ja noch die Genitalverstümmelung: Eine Frau, die immer gelernt hat, ihren Körper zu hüten, keine Haut zu zeigen, wird plötzlich völlig entblößt vor Fremden, die ohne Betäubung einen Teil ihres Körpers abschneiden. Das ist eindeutig Folter. Und diese Folter zieht sich durch das ganze Leben. Nicht nur, weil es das Sexualleben schwierig macht, sondern auch wegen des psychischen Schmerzes. Es hinterlässt ein Trauma, das von mehr als 90 Prozent der Ägypterinnen geteilt wird. Dieses kollektive Trauma muss anerkannt werden.“

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Nora Amin: „Es geht bei sexueller Gewalt und Belästigung nicht um Sex, sondern um Macht.“ (Bild: Werkstatt der Kulturen)

 

Link zum ganzen Artikel:

„AUF DER STRASSE MACHE ICH MICH UNSICHTBAR“ Interview mit Nora Amin von Hannah El-Hitami

 

Titelbild: By Viviwin [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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