ARTE muss Doku über sexuellen Missbrauch an Nonnen in der katholischen Kirche sperren

Der Dokumentarfilm „Gottes missbrauchte Dienerinnen“, für den der Fernsehsender ARTE zwei Jahre investigativ recherchiert hat, erreichte Spitzenquoten. Auch Attitude hat über die Doku berichtet. Ein Priester hat gerichtlich nun eine einstweilige Verfügung erwirkt, ARTE musste die Doku aus ihrer Mediathek entfernen. Sie ist nur noch in den sozialen Medien zu sehen. ARTE will gegen die Verfügung Widerspruch einlegen. So berichtet die schweizerische Zeitung „Frauensicht“.

„Es gab und gibt Priester, die Nonnen und Laiinnen vergewaltigen, und die Kirche schweigt dazu seit Jahrzehnten: Dies ist die Hauptaussage des Dokumentarfilms «Gottes missbrauchte Dienerinnen». Als der Film im März im deutsch-französischen Fernsehsender Arte und anderen TV-Sendern zu sehen war, erreichte er bei den Zuschaueranteilen Spitzenwerte und löste weltweit Empörung aus. Nun hat das Landgericht Hamburg eine Sperre erlassen, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). 

Die einstweilige Verfügung erwirkt hat die Ordensgemeinschaft «Das Werk». Die ehemalige Nonne Doris Wagner, die früher Mitglied des «Werks» war, wirft im Film einem Priester aus Österreich vor, sie vergewaltigt zu haben. Der Priester bestreitet die Vorwürfe. Der Film verletze seine Persönlichkeitsrechte, sagt Pater Georg Gantioler, Sprecher des «Werks».“ (FrauenSicht)

Link zum ganzen Artikel:

„TV-Sender muss Film über vergewaltigte Nonnen sperren“ – FrauenSicht

Weitere Medienberichte zum Thema:

„Gottes missbrauchte Dienerinnen“ Streit um Missbrauchs-Doku: „Arte“ will gegen Verbot vorgehen – Focus Online

„Katholische Kirche: Arte nimmt Missbrauchs-Doku aus dem Programm“ – Süddeutsche Zeitung

 

Titelbild: ARTE

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