Filmptip: „Nebel im August“ von Kai Wessel

Euthanasie im Nationalsozialismus nach einer wahren Geschichte

Süddeutschland, Anfang der 1940er Jahre: Als kranke Menschen durch das Euthanasieprogramm massenhaft getötet werden, stellt sich ein kleiner Junge gegen ein mächtiges System.

Nach Motiven des gleichnamigen Romans von Robert Domes

Der 13-jährige Halbwaise Ernst Lossa wird völlig gesund in eine Nervenheilanstalt eingewiesen und beginnt dort, das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zu durchschauen – bis er selbst ins Visier der Heimleitung gerät und ermordet wird.

Ernst ist ein aufgeweckter, aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Insassen getötet werden. Doch während der Anstaltsleiter mit Stift und Papier über Leben und Tod seiner teils psychisch oder physisch behinderten Insassen entscheidet, weiß Ernst, was „lebenswertes Leben“ wirklich bedeutet. Er setzt sich zur Wehr, findet Freunde, verliebt sich und sabotiert die Maßnahmen des Euthanasieprogramms. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner großen Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden auch über Leben und Tod der Kinder.

„Nebel im August“ erzählt eine authentische Geschichte über wahren Mut, echte Freundschaft und eines der größten Tabus der deutschen Geschichte. Es ist der erste Spielfilm zum Thema Euthanasie im „Dritten Reich“.

Trailer

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„Nebel im August“
Deutschland, Österreich, 2016
126 Minuten

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Darsteller:
Ernst Lossa – Ivo Pietzcker
Dr. Walter Veithausen – Sebastian Koch
Paul Hechtle – Thomas Schubert
Schwester Sophia – Fritzi Haberlandt
Edith Kiefer – Henriette Confurius
Max Witt – Branko Samarovski
Oja – David Bennent
Nandl – Jule Hermann
Josef – Niklas Post
Christian Lossa – Karl Markovics
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Stab:
Regie – Kai Wessel
Drehbuch – Holger Karsten Schmidt
Kamera – Hagen Bogdanski
Schnitt – Tina Freitag
Musik – Martin Todsharow

Auszeichnungen:

2015: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Regie für Kai Wessel
2016: Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke (Hauptpreis national)
2016: Günter-Rohrbach-Filmpreis:
Preis für die beste männliche Hauptrolle für Sebastian Koch
Preis des Saarländischen Rundfunks für Ivo Pietzcker
Nominierung für die Endrunde des Günter-Rohrbach-Filmpreises
2016: Internationales Filmfestival von Giffoni – CGS-Award und zweiter Preis Filme für Jugendliche
2017: Österreichischer Filmpreis 2017 in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle für Branko Samarovski
2017: Deutscher Filmpreis 2017 in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle für Fritzi Haberlandt
2017: Deutscher Regiepreis Metropolis – Beste Regie Kinofilm für Kai Wessel

Auf DVD erhältlich

Streaming auf Amazon Prime

Sehenswert!

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