„Was Angst macht“ – ein Projekt der Deutschen Journalistenschule über Angststörungen

Die Deutsche Journalistenschule widmet sich in einem Projekt dem Thema Angst und Angststörungen. Die Schüler der Lehrredaktion 55K wollen die Krankheiten damit fassbar machen und sie in all ihren Schattierungen zeigen. Bisher ist eine Reihe interessanter Artikel erschienen.

Angststörungen sind für Nicht-Betroffene oft schwer zu begreifen, denn Menschen haben in Situationen Angst, die bei Gesunden keine Angst hervorrufen würden. Oder die Angst ist überproportional stärker. Meistens wird entwickelt eine Angststörung eine eigene Dynamik bis sie das Leben der Betroffenen beherrscht. Viele können ihrem Alltagsleben nicht mehr nachgehen, in vielen Fällen ihre Wohnung nicht mehr verlassen.

Spiegel-Online veröffentlicht einen Artikel

Der Spiegel veröffentlichte einen Artikel des Projektes in dem es um die Behandlung Dreier Patienten mit  Angststörungen durch kognitive Verhaltenstherapie, die effizienteste Methode bei dieser psychischen Erkrankung, in der Tagesklinik Westend in München der Psychosomatischen Klinik Windach begleitet. Zudem stellt der Artikel eine Übersicht über die verschiedenen Formen von Angststörungen mit hilfreichen Informationen bereit.

Der Autor des Artikels Vincent Leitgeb schreibt darin:

„Generalisierte Angststörungen gehören neben den Phobien zu den häufigsten Angsterkrankungen. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung haben einmal in ihrem Leben generalisierte Ängste. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Etwa dreißig Prozent aller Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Panikattacke. Die genauen Behandlungsarten variieren von Haus zu Haus, doch sie folgen im Kern der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Darin geht es darum, sich über seine eigenen Gedanken, Gefühle und Einstellungen klar zu werden und das Verhalten zu verändern. In zahlreichen Studien wurde die positive Wirkung der KVT nachgewiesen, viele Betroffene können durch sie wieder normal leben, bei einem Großteil führt sie zu einer deutlichen Besserung der Situation.“

Die Projektredaktion veröffentlicht, neben den zahlreichen Artikeln auch interessante Zahlen:

ANGST IN ZAHLEN

15 % der Deutschen litten in den vergangenen 12 Monaten unter Symptomen einer Angststörung.

21,3 % der Frauen und 9,3 % der Männer in Deutschland sind davon betroffen.

In der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre gab es die meisten Erkrankungen.

Über das Projekt:

„Angst rettet Leben. Angst macht Spaß. Angst macht uns fertig. Angst macht krank.“

„Was Angst macht“ ist ein Projekt der Kompaktklasse der 55. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule. 15 Journalistinnen und Journalisten haben gesellschaftliche, kulturelle und medizinische Aspekte des Themas Angst beleuchtet. Wozu ist Angst nützlich? Ab wann ist Angst krankhaft und was hilft gegen sie?

Die Links zum Thema:

„WAS ANGST MACHT“ – Website des Projekts

„Verhaltenstherapie: Ich bin stärker als die Angst“ – von Vinzent Leitgeb auf Spiegel Online

In der Therapie lernen Patienten, sich ihren Ängsten auszusetzen. Dabei müssen sie alles Gewohnte hinterfragen: ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihr Verhalten. Ein Besuch bei Menschen, die sich das trauen.

Ausserdem auf Spiegel-Online:

„Panikstörung: Wenn Angst das Leben beherrscht“ – von Irene Berres auf Spiegel-Online

Das Herz hämmert, Schweiß rinnt den Körper herab: Bei Panikattacken erleben Menschen Todesängste aus dem Nichts. Viele suchen anschließend nach körperlichen Ursachen – und die Angst vor der Angst beginnt, ihr Leben zu bestimmen.

 

Titelbild: Screenshot der Website was-angst-macht.de

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