„Hölle auf Erden“ in Syrien: Avaaz ruft zum Boykott der Fussball-WM in Russland auf

Das weltweite Kampagnennetzwerk Avaaz ruft zum Boykott der Fussball-WM in Russland auf. Der Grund: erst die Unterstutzung Russlands und dessen Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat ermöglicht es dem Assad-Regime sein eigenes Volk zu vernichten.

Avaaz hat mit diesem Ziel eine Petition gestartet:

Avaaz

Unterzeichnen Sie die Petition an alle Entscheidungsträger und Mannschaften der WM 2018:
„Als Bürgerinnen und Bürger aus aller Welt fordern wir Sie dringend dazu auf, nicht an der WM in Russland teilzunehmen solange Russland nicht aufhört, Kinder in Syrien zu bombardieren. Kein Land, kein Team und keine Spieler sollten diese Gewalt dulden, indem sie das russische Regime bei der Weltmeisterschaft rühmen. Bitte sorgen Sie dafür, dass der Sport den Frieden fördert und nicht Kriege sponsert.“

 

Weitere Information:

Seit sieben Jahren ist Syrien die Hölle auf Erden.

Wie Präsident Assad sein eigenes Volk vernichtet ist schauderhaft und klinisch: Er umzingelt, damit die Zivilisten nicht fliehen können, schneidet den Zugang zu Nahrungsmitteln und Medikamenten ab und greift verzweifelte Familien mit Bomben und sogar Chemiewaffen an. 400.000 sind gestorben — und jetzt hat er mit Ost-Ghouta ein neues Ziel im Visier.

Es gibt einen Grund, warum Assad diese Zerstörung durchziehen konnte: Russland. Aber jetzt gibt es eine Sache, die Russland noch wichtiger sein könnte als Syrien: Die Fußballweltmeisterschaft zu retten, die es dieses Jahr ausrichtet.

Die britische Premierministerin hat gerade angekündigt, dass keine Minister anreisen werden. Und in Deutschland wird heftig über einen Boykott debattiert. Das ist enorm! Wenn noch mehr Regierungen und Spieler sich unter dem Motto #cupofshame gegen diese WM-Schande stellen, könnte Russland sich gezwungen sehen, die Bombenangriffe zu stoppen.

Dies ist kein Boykott — viele Länder, die die Menschenrechte achten, wären bereit, die Spiele auszurichten. Und ein Wechsel des Veranstaltungsorts könnte auch die berüchtigte Korruption der FIFA anprangern. Gerüchten zufolge hat Russland den Fußballverband bestochen, um die Spiele auszurichten!

Russland hat gegen jegliche Versuche, das Blutbad in Syrien zu stoppen, Veto eingelegt. Es hat Sanktionen ignoriert und UN-Übereinkommen gebrochen, die es selbst unterzeichnet hat. Doch die Weltmeisterschaft bietet uns ein Druckmittel. Und der Druck steigt bereits: Großbritanniens Regierung hat gerade angekündigt, sie werde fernbleiben. Nun können wir andere Länder dazu bewegen, das Gleiche zu tun.

Die deutsche Fußballgröße Mesut Özil hat bereits auf die syrischen Tragödie aufmerksam gemacht und Lionel Messi sowie Cristiano Ronaldo haben ihr Entsetzen geäußert über den Horror, den diese Familien ertragen müssen. Vielen Mannschaften und Regierungen ist es unbehaglich, Russlands Gewalt bei der Weltmeisterschaft zu dulden. Hiermit fordern wir sie dazu auf, für ein Mindestmaß an Menschlichkeit einzustehen. Wenn wir zahlreich mitmachen, kann uns das gelingen!

Wir haben es schonmal geschafft: Als Bahrain brutal gegen Proteste durchgriff, hat Avaaz für eine massive Kampagne und einen Medienwirbel gesorgt. Außerdem sprach sich ein legendärer Rennfahrer dazu aus. Am Ende wurde die Formel 1 abgesagt.

Einige sind der Meinung, dass wir den Sport nicht mit diesem Horror vermischen sollten. Doch der Sport ist ein Forum für Frieden und Gutes. Er sollte nicht instrumentalisiert werden, um Kriegsverbrecher mit Lob zu überschütten. Zeigen wir gemeinsam, dass wir nicht in Russlands Stadien jubeln werden, während die russische Luftwaffe Kinder in Syrien bombardiert und dem Hungertod ausliefert.

Unterzeichnen Sie hier, um diese Hölle auf Erden zu stoppen

Weitere Infos zur Lage in Ost-Ghouta

ANGRIFFE IN OST-GHOUTA: Ein unmenschlicher Feuersturm“ aus der FAZ

„SyrienMehr als 150.000 Kurden fliehen aus Afrin“ aus der Zeit

Über Frauen in Ost-Ghouta schreibt die syrische Journalistin Zaina Erhaim:

„Ostghuta:Der Geruch von Angst und Tod“ Ein Gastbeitrag von Zaina Erhaim in der Zeit

Die Welt veröffentlicht über die Debatte eines Boykotts der Fussball-WM einen Leitartikel::

„Putin Einhalt gebieten“ von Richard Herzinger in der Welt

Wir vom attitudeblog unterstützen die Petition und haben schon unterzeichnet!

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