„Für Extremisten sind gebildete Frauen gefährlich“ ein Gastbeitrag von Carolin Kebekus in der Süddeutschen Zeitung

In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung erklärt Komikerin und Schauspielerin Carolin Kebekus, wie bedeutend Bildung für Mädchen und Frauen für Gesundheit und Entwicklung sowie gegen Armut und Extremismus sind.  Während sich viele sicherlich der positiven Auswirkungen von Bildung für Frauen bewusst sind, überrascht das Ausmaß des positiven Einflusses. Dies untermauert Kebekus mit zahlreichen stichhaltigen Zahlen.

So beschreibt Kebekus die verschiedenen Aspekte:

„Investitionen in Bildung gerade für Mädchen sind auch wirtschaftlich gesehen klug. Gehen Mädchen zur Schule, steigen später ihre Erwerbschancen und ihr Einkommenspotenzial nimmt zu. Jedes weitere Schuljahr bedeutet etwa zwölf Prozent mehr Einkommen im Erwachsenenalter. Dieses Geld geben Frauen dann meistens sinnvoll für ihre Familien und die Gemeinschaft aus. […] Erhielten Mädchen den gleichen Bildungszugang wie Jungen, hätten Entwicklungsländer mindestens 112 Milliarden US-Dollar mehr in den Staatskassen – Geld, das diese wiederum in Schulen, Universitäten, Lehrerinnen und Lehrer investieren können. Besser ausgebildete Frauen treffen zudem klügere Lebensentscheidungen. Sie kommen leichter an Informationen über Schwangerschaftsvorsorge, Hygiene, Impfungen und Ernährung. Das führt dazu, dass sowohl die Mütter- als auch die Kindersterblichkeit unter den Gebildeten deutlich sinkt. […][Außerdem sind] gebildete Frauen für Extremisten eine viel größere Bedrohung als jede Militäroperation.“

Kebekus beschreibt zudem die Hürden, die Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern von Bildung fernhalten.  Ausserdem kritisiert Sie, dass Deutschland bei der letzen Finanzierungsrunde der Globalen Bildungspartnerschaft (GPE) (ein Zusammenschluss von  Regierungen von mehr als 60 Entwicklungsländern und über 20 Geberländern sowie Entwicklungsorganisationen) zu wenig Geld zur Verfügung gestellt hat, obwohl diese sich das lohnende Ziel gesetzt hat, allen Kindern und Jugendlichen eine hochwertige Grundbildung zu ermöglichen, besonders in den ärmsten Ländern.

Link zum ganzen Artikel:

„Für Extremisten sind gebildete Frauen gefährlich – Sogar gefährlicher als jede Militäroperation. Es ist eine Schande, dass weltweit noch immer so viele Mädchen keinen Zugang zu Bildung haben.“ Ein Gastbeitrag von Carolin Kebekus in der Süddeutschen Zeitung

Lesenswert!

Carolin-Kebekus-Bonn
Carolin Kebekus (Bild: By Superbass (Own work), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Die Autorin Carolin Kebekus, 37, ist Komikerin und Schauspielerin. In ihrem Bühnenprogramm thematisiert sie die Belange von Frauen und Mädchen. Seit 2015 unterstützt sie die entwicklungspolitische Organisation One.

 

Titelbild: Mädchenschule in Afghanistan, Pixabay, CC0 Creative Commons

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