„Putins Rache: Angriff auf die US-Wahl“ Dokumentarfilm von Michael Kirk

Haben die russischen Hacker-Angriffe bei der US-Wahl 2016 eine entscheidende Rolle gespielt? Steckte Russlands Präsident Putin hinter den Cyber-Attacken, die Donald Trumps Weg zur Präsidentschaft förderten? Begab sich der spätere US-Präsident Trump gar in eine Abhängigkeit zum mächtigsten Mann Russlands?

Mittlerweile ermitteln US-Strafverfolgungsbehörden, und der amerikanische Kongress untersucht die Vorgänge. In der Dokumentation „Putins Rache – Russlands und die US-Wahl“ beleuchtet der US-amerikanische Filmautor Michael Kirk die Vorgänge.

US-Geheimdienste sind bereits im Januar 2017 zu dem Ergebnis gekommen, dass Putin selbst die Einmischung in den US-Wahlkampf angeordnet habe. Russische Hacker sollen E-Mails von Trumps Konkurrentin Hillary Clinton ausgespäht und sie vor dem Wahl-Parteitag der Demokratischen Partei 2016 veröffentlicht haben. Zudem soll im Auftrag Russlands gezielt Anti-Clinton-Propaganda in sozialen Netzen verbreitet worden sein.

Michael Kirk führte für die Dokumentation „Putins Rache – Russland und die US-Wahl“ mehr als 60 Interviews mit hochrangigen Politikern, Diplomaten und Geheimdienstoffizieren. Die Cyber-Attacken verstehen viele von ihnen auch als Putins Rache am Verhalten der Obama-Regierung und ihrer damaligen Außenministerin Clinton. Diese habe mit ihrem Eingreifen in Libyen und der Ukraine Russland herausgefordert. Die ehemaligen Chefs der drei wichtigsten US-Geheimdienst- und Staatschutzbehörden – John O. Brennan, CIA, James R. Clapper, ehemaliger Nationaler Geheimdienstdirektor (DNI), und Jeh Johnson, bis 2017 Chef des US-Heimatschutzministeriums – erklären in der Dokumentation, warum sie annehmen, dass Russland hinter den Hacker-Attacken und anderen Beeinflussungen der Wahl stehe. Sie berichten auch, wie sie versuchten, den damaligen US-Präsidenten Obama zu harten Reaktionen gegenüber Russland zu bewegen.

Die Dokumentation war in einer zweiteiligen Fassung im Januar bereits auf ARTE zu sehen. Aktuell ist sie in der Mediathek von ZDFinfo zu sehen

„Putins Rache: Angriff auf die US-Wahl“ – Dokumentarfilm von Michael Kirk auf ZDFinfo

100 Minuten

Sehenswert!

Titelbild: ZDF

 

 

1 Kommentar

  1. Die gezielte Manipulation der US Wahlen durch Russland und dem Gespann Robert Mercer & Stephen Bannon (ex Wahlkampfstratege von Trump) gilt als erwiesen.
    Besonders erschreckend die Beauftragung, Methoden & Arbeit von Cambridge Analytica. Ein amerikanisches Unternehmen, mit Hilfe eines russischen Alogarithmus Millionen von Facebook Profile gehackt hat, um mit Hilfe von individuellen Psychogrammen (sog. OCEAN Model, Big Five) und maßgeschneiderten, zeitlich abgestimmten Microtargeting unentschlossene Wähler in den sog. Swing Staaten mit rein emotionalen, Ängste adressierenden Botschaften (die sich innerhalb von ca. 4 Std selber löschten) 2 Wochen vor der Wahl manipuliert hat.

    Die psychologische OCEAN Segmentation gemäß dominierenden Persönlichkeitsmerkmalen arbeitet mit den Kategorien: Openess, Consciousness, A, Neuroticism, Agreeableness…im Gegensatz zur konventionellen Marktsegmentierung nach Alter, Geschlecht, Kaufkraft, Geografie etc.

    Beispiele für die maßgeschneiderten Botschaften mit propagandistisch-plakativen Bildern: Die Zahl der Einbrüche steigt => das Recht Waffen zu tragen ist unantastbar! => Wähle die Republikaner!

    Es hat sich auch herausgestellt, dass Robert Mercer auch Nigel Farage während der BREXIT Kampagne unterstützt hat…zusammen mit einem Cambridge Analytica Team.

    Das Geschäftsmodell von Cambridge Analytica freut sich einer enormen Nachfrage. In youtube und den US News findet man Aufzeichnungen von versteckten Kameras, die Kundenakquise von Cambridge Analytica Gespräche in anderen Ländern mit anstehenden Wahlen zeigen (Bsp. Sri Lanka etc).

    Interessanterweise wollte Trump eigentlich nicht auf die Dienste von Cambridge Analytica zurückgreifen wird berichtet, erst die positive Referenz: „Erfolgreiches BREXIT Voting“ soll ihn überzeugt haben. Robert Mercer hatte Trump unter der Voraussetzung finanzielle Wahlkampfhilfe zugesagt, daß Trump Stephen Bannon einstellt und Cambridge A. einsetzt.

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